Peugeot 103 Moped 40km/h Version

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    Peugeot 103 Moped 40km/h Version

    Moin Leute,

    als Neuling hab ich nun mal gleich ganz viele Fragen! Wie oben beschrieben, es geht nur um die Moped Version der 103. Da ich noch Papiere beantragen muß, fehlen mir nun die Grunddaten.

    1. Vergasertyp Gurtner 12?
    2. Ansaugstutzen mit welchem Außen- u. Innendurchmesser?
    3. orig. Übersetzung auch 11 - 48 Zähne wie Mofa, aber mit Variomatik?
    4. Auspuff gleich wie Mofa, also mit 32mm Schlüssel zu lösen?

    5. Ist es preislich günstig aus ner 25er eine 40er Version zu machen?

    Mehr fällt mir jetzt grad nicht ein, schonmal danke für ausführliche Hilfe. :D :D :D

    Peter
    Hallo Peter,

    zuerst einmal herzlich willkommen hier im Forum!

    Zu deinen Fragen:

    1. Ja, die Mopedversion der 103 besitzt serienmäßig den 12er Gurtner. Leider ist es zwischenzeitlich so, dass für fast alle Vergasertypen des Herstellers Gurtner kaum noch Düsen zu bekommen sind. Wenn also am Motor leistungssteigernde Maßnahmen ergriffen werden die eigentlich ein erneutes Abstimmen des Vergasers erfordern wird es bei Gurtnervergasern schwierig. Viele die deshalb ihren Motor optimieren bauen auf Dell´Orto - Vergaser (SHA, Phbg usw.), für die sehr einfach Düsen zu bekommen sind.

    Fazit: Bei originalem oder fast originalem Motor lässt sich der Gurtner ohne Einschränkungen empfehlen, hatte da in meiner gesamten Peugeotzeit noch keine schlechten Erfahrungen damit. Ansonsten bei mäßigem bis starkem Tuning ist ein Vergaserumbau zwecks Neuabstimmung empfehlenswert, wenn nicht sogar unbedingt notwendig wenn man nicht zufällig noch an ein paar passende Düsen für Gurtnervergaser gerät.

    2. Müsste ich selbst sicherheitshalber nachmessen gehen, kann ich die Tage mal für dich erledigen. Wenn ich es noch richtig im Kopf habe, dann hat das Moped einen Innendurchmesser von 8mm oder 10mm, Außendurchmesser 18mm.

    3. Nein, die Übersetzung unterscheidet sich zwischen Mofa und Moped. Kurioserweise hat das Moped eine 11/56 - Übersetzung verbaut, ist also kürzer übersetzt als das Mofa. Eine beliebte und einfache Tuningmaßnahme ist der simple Tausch von Moped- und Mofakettenrad, dies ergibt bei sonst originalem Mopedmotor eine immernoch akzeptable Beschleunigung, guten Durchzug und einen großen Unterschied in der Höchstgeschwindigkeit.

    4. Ebenfalls nein. Ich wundere mich gerade eben über deine Aussage, das Mofa hätte ein 32er - Gewinde, dies trifft nämlich ausschließlich auf die Mopedversionen der 103 zu. Alle Mofaversionen (auch Vogue usw.) wurden mit 28er - Gewinde ausgeliefert.
    Dies ist auch das größte Problem bei der 103: Sehr viele Motorteile lassen sich nicht zwischen Mofa und Moped tauschen, darunter auch der Auspuff. Sämtliche Auspuffanlagen die im Netz neu angeboten werden (auch Resonanzanlagen) passen ausschließlich auf den Mopedzylinder, nicht aber auf den Mofazylinder. Da du dich aber sowieso nach einem Moped erkundigst, dürfte dies kein Problem sein, da passen fast alle angebotenen Ersatz- und Tuningteile im Internet.

    5. Nicht wirklich, da du hierfür eine Einzelabnahme beim TÜV benötigen würdest. Vor der Umrüstung ist es deutlich einfacher sich einfach direkt ein Moped zuzulegen.

    Anbei noch einige Seiten die ich empfehlen kann, da hier etliche Teile für unsere Peugeots gut zu bekommen sind. Leider muss man dazu des Französischen mächtig sein, falls das bei dir zutreffen sollte steht dem ausgiebigen Stöbern aber nichts mehr im Weg ^^

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    Wow, das war jetzt mal ne Menge an Infos, vielen Dank. Dann werd ich wohl oder übel mal zuerst büschen Mofa fahren. Hier zulande eine Mopedversion zu bekommen wird schwierig, kannte damals Ende 70er nur eine Einzige im Umkreis hier. Ich bin der Meinung das die Mofas aber nie in Frankreich liefen u. das die Franzosen nur die Mopedversion hatten. Wenn da Jemand genaue Info´s drüber hätte wäre ganz nett.

    Peter
    Hallo Peter,

    ist doch kein Problem, dafür ist das Forum ja da.
    Tatsächlich ist es so, dass viele Modelle ausschließlich für den deutschen Markt produziert und dort verkauft wurden.
    Die 25 km/h - Mofaregelung existiert in Frankreich in dieser Form nicht, d.h. dass selbst Modelle die bei uns selten waren (z.B. die Peugeot TSA) für den Verkauf hier in Deutschland mit einem Mofamotor ausgestattet wurden, in Frankreich selbst aber ausschließlich als Moped unterwegs waren.
    Mofamotoren der Peugeot wirst du also in Frankreich so gut wie keine finden.

    Was Mopeds angeht sind ab und an ein paar auf den bekannten Verkaufsportalen wie z.B. "mobile" zu finden. Ich selbst fahre im Alltag auch ein 103 - Moped und bin rundum zufrieden damit - zumal die Peugeots schon serienmäßig ein bisschen flotter unterwegs sind.

    lg Joshua
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    Hi Joshua,

    merke langsam, wir verstehen uns! 8)

    Dir ist es auch aufgefallen, Mopeds sind in Deutschland selten, deswegen werde ich nen anderen Weg als eBay wählen. Hab nen guten Bekannten, der fährt öfters mit LKW nach Frankreich u. holt da gebrauchte Traktoren u. Landmaschinen ab. Der kommt schön über die Dörfer u. dem hab ich nun den Auftrag erteilt, mal ne französische 103 zu besorgen. Muß mich nur mal erkundigen wie das mit der Zulassung in Deutschland ist.
    Langsam kommen gewisse Sachen wieder aus dem Gedächnis ans Tageslicht. Ich war 1978 schon 15 u. durfte Mofa ohne xtra Führerschein fahren. Nach Mobylette Moped, Puch Maxi N, Puch Maxi S kam dann die Erleuchtung ins Haus, eine grüne 103 M-D.

    Früher gab es aber keine Tuningzylinder u. das ganze Gedööns. Selbermachen war angesagt, hat aber ne Menge Kolben u. Zylinder damals gekostet. Damals hatten wir auch noch mit den Bleifäden zu kämpfen, die die Zündkerze killten, bzw kein Funke mehr kam. Aber jetzt mit dem bleifreien Sprit ist das ja Vergangenheit.

    Peter
    Hab mir da mal von Bekannten 2 alte 103 Baustellen nach Hause geholt. Die Schrottigste von den Beiden hat aber ne EIS-Zündung an Board. Was ist das Besondere daran, außer das keine Kontakte da sind? Kann man die problemlos in einen anderen Motor verbauen, Mofa oder Moped?

    Peter
    Hallo Peter,

    das kann ich mir gut vorstellen dass da Erinnerungen wach werden, erst recht wenn dann auch noch genau das Mofa aus der Kindheit wieder ins Haus kommt. Finde ich aber auf jeden Fall klasse und Spaß machen tut es heute glücklicherweise auch noch.
    Habe auch mit 14 mein erstes Mofa gekauft, bei mir war es allerdings gleich eine Peugeot, damals allerdings noch das "neuere" Modell der Vogue, das neben den Rollern mehr oder weniger ein Nischendasein fristet. Anfangs war ich damit auch zufrieden, nach und nach kamen dann aber noch die älteren 103 - Modelle ins Haus - verglichen mit denen war die Vogue dann doch nicht mehr so toll, was hauptsächlich an dem Gusszylinder lag, der - verglichen mit den alten 103 - Zylindern aus Aluminium - einfach deutlich schlechter verarbeitet war und über eine sehr schlechte Wärmeableitung verfügte. Schlussendlich kam er dann auch, der Motorschaden nach einem Jahr, doch ganz unschuldig war ich auch nicht daran, wurden doch einige leichtsinnige Motorveränderungen völlig falsch von mir vorgenommen ^^ Aber man ist nur ein Mal 15, lach.
    Die Peugeots bieten heutzutage mehrere große Vorteile gegenüber anderen Marken: Zum einen sind sie erschwinglich und günstig in der Anschaffung und im Unterhalt, zum anderen ist das große Plus die wirklich hervorragende Ersatzteilversorgung, sowohl in Frankreich als auch in Deutschland. Da kann dann wirklich nicht viel passieren, beinahe alles lässt sich reparieren und/oder austauschen. Dass die Peugeots auch hervorragend für "Optimierungen" geeignet sind, spielt im Vergleich zum vorher genannten Punkt dann schon fast eine untergeordnete Rolle.

    Zu deiner Frage bezüglich der Zündung: Die EIS - Zündung ist sehr wartungsarm, eben durch die elektronische Regelung. Hatte aber auch mit der normalen Kontaktzündung nie wirklich Probleme, Voraussetzung für ein gutes Motorverhalten ist hierbei jedoch die korrekte Einstellung der Zündung!
    Desweiteren verfügt die EIS - Zündung über die sogenannte CDI. Diese sitzt meist unter der rechten Seitenverkleidung und sieht wie ein kleiner, schwarzer Kasten aus. Diese CDI sorgt dafür, dass der Motor nicht über eine bestimmte Drehzahl hinauskommt, dient somit also im originalen Zustand als Drossel. Auf dem Markt sind jedoch CDI - Module für wenig Geld zu haben, die erst bei deutlich höheren Drehzahlen abriegeln, welche die Peugeot (zumindest im nicht getunten Zustand) niemals erreicht. Dadurch kann dann die volle Geschwindigkeit gefahren werden, die der Motor auch bringt.

    Zu der Frage mit dem Austauschen der Zündungen: Dies ist leider nicht so einfach möglich. Bei Peugeot unterscheidet man zwischen großem und kleinem Konus auf der Kurbelwelle, eben dort, wo die Zündung montiert wird (rechte Fahrzeugseite). Für die EIS benötigst du den kleinen Konus, für die Kontaktzündung den großen.

    Fazit: EIS - Zündungen untereinander kannst du problemlos tauschen, ebenso verhält es sich mit Kontaktzündungen, willst du allerdings einen Umbau von EIS zu Kontakt oder umgekehrt, so kommst du um einen Kurbelwellentausch nicht herum. Außerdem ist es ratsam eine andere CDI zu verbauen, wenn eine EIS - Zündung vom Mofa ins Moped gebaut werden soll, eben aufgrund der Drosselung.

    Ich hoffe ich konnte etwas helfen!

    lg Joshua
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    Hallo Tomcat
    Dein Beitrag ist schon Jahre her. Wie ist es Dir ergangen?
    Bin in ähnlicher Situation:
    Mit 16 Jahren Peugeot 103 geschraubt, heute mit 54 wieder. Allerdings habe ich mich arg verrechnet. Mein "neues" Mofa ist so alt, dass fast kein Ersatzteil passt. Zudem ist es ohne Vario.
    Eigentlich wollt ich vorerst mal auf der legalen Seite bleiben, aber schon einen neuen Auspuff mit 28mm Gewinde zu finden ist schwierig.
    Früher gab es zwar auch Probleme (damals eindeutig im illegalen Bereich) aber ich hatte Unmengen an Freizeit und ne riesige Werkstatt.
    Ich überleg mir schon, das Mofaprojekt abzubrechen...
    PS: In der Schweiz gibt es fast nur Mofas,
    wobei einige Modelle der P.103 tunebarer sind als andere.

    Gruss Rebirth