Probleme rund um den Lack

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      Probleme rund um den Lack

      Ich werde hier mal nach und nach, alles Wissenswerte reinschreiben.....

      Sollte es Fragen geben, oder Anderes das hier nicht aufgeführt ist, gebt Bescheid, dann wird´s ergänzt.

      SPRAYDOSEN:

      Bastelspray, meist ist das auf Kunstharzbasis. Es ist gedacht, dass man damit mal einen Stuhl, Winkeleisen oder Sonstiges im Haushalt ansprühen kann. Für den Kfz.-bereich ist das aber definitiv nicht geeignet !!

      Autospray/Rallyspray 1K lösemittelhaltig, diese Spray sind nur bedingt benzinfest !! Diese Spray kann ich mit Nitro, Aceton, Benzin..... lösen und entfernen. Auch der Irrglaube ein 1K Klarlack schützt ist, da auch 1K, falsch. Auch gibt es bei diesen Spray´s qualitativ große Unterschiede. Über billige Industriequalität bis hin zum hochwertigen Autolack. Die 1K Spray sind im Prinzip unbegrenzt lagerfähig.

      Autospray 1K wasserbasis. Diese Spray MÜSSEN mit Klarlack überlackiert werden um überhaupt haltbar zu sein. Wichtig bei der Verarbeitung ist, dass sämtliche freien Hautteile, Gesicht und Atemwege vor dem Lackieren bedeckt werden. Das Material ist für den Menschen hochgiftig !!! Die im Wasserlack enthaltenen Weichmacher werden durch die Hautporen aufgenommen und können vom Körper NICHT abgebaut werden, anders als bei Lösemitteln. Wasserlacke sind max. 2 Jahre haltbar.

      Autospray 2K, dies sind die hochwertigsten und teuersten Sprays. BENZINFEST !!! Nachteil ist hier, dass bei Aktivierung des Härters das Spray innerhalb 5h aufgebraucht werden muss. Eine Bevorratung empfielt sich ebenfalls nicht, da sich der Härter 2 Jahre nach Abfüllung zersetzt.

      In einer Spraydose ist max. 25% Material !!!, der Rest sind Treib-, Binde- und Lösemittel. Das heisst also, dass bei einer 400ml Dose nur 100ml Farbe enthalten sind. Bei einer 500ml Dose wird oft beworben: 25% mehr Inhalt. Wieviel reines Material das ist kann sich Jeder selbst ausrechnen.

      Die ideale Temperatur für Spray und Blech sind 25°. Ist das nicht möglich, kann man die Spraydosen in ca. 40° warmes Wasser stellen.

      Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit kann eine glänzende Lackoberfläche matt werden.

      Doc
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      Orangenhaut

      Beim Spray: Zu kalt oder zu wenig Material

      Beim Spritzlack: Zu kalt oder zu wenig Verdünnung


      Rauhe Oberfläche

      zu wenig Material, zu hohe Temperatur oder es hat sich Sprühnebel auf die bereits angetrocknete Oberfläche gelegt


      Risse

      zu viel Schichtstärke, zuviel Härter. Bei Kunststoffen können es (auch nach 20 Jahren) austretende Gase sein


      Runzeln

      zu wenig Ablüftzeit zwischen den Schichten, nicht zusammenpassendes Material, zu wenig Härterzugabe. Die unterste Schicht der Runzelmasse ist das Problem. Defektes Material.


      Krater oder Ausschwemmungen

      falsches Reinigungsmittel, Fettrückstände oder Silikone


      Kratzhologramme

      zu grob geschliffen, falscher Füller


      Bläschenbildung

      Wasser im Schlauch oder Kompressor (kein Wasserabscheider), nasse Farbe mit Föhn getrocknet


      Dies sind die hauptsächlichen Lackierfehler
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      UNTERGRÜNDE

      Kunststoff

      ist der Kunststoff "blank" muss vor der Lackierung ein geeigneter Kunststoffgrund lackiert werden. Der einzige Sinn besteht darin, dass nachfolgende Schichten haften können. Dieser wird ganz dünn aufgetragen. Meist ist er Farblos mit Silberpartikeln, damit man sieht, wo man schon lackiert hat.
      Bei einigen Kunststoffteilen können Probleme auftreten, wenn man z.B. durch den Lack bis blank durchgeschliffen hat. Hier kommt es manchmal vor, dass es die Kanten immer wieder aufzieht. Bevor man verzweifelt komplett alles runter.
      Ansonsten ist es bei Neuteilen sehr wichtig, wenn nicht werkseitig lackierfertig vorbereitet, gründlich mit SILIKONENTFERNER reinigen, um die verhassten Silikonkrater (Kocher) zu vermeiden.
      Bei weichen Kunststoffen sollte man zusätzlich einen Weichmacher verwenden, um durch Druck oder Bewegung, ein Reissen der Oberfläche zu verhindern.

      Alu und Zink/Verzinktes

      Beide brauchen, wenn blank, einen speziellen Haftgrund, sonst blättert die Farbe.

      Chrom

      Ist ein sehr harter Untergrund, den man zum Lackieren "zerstören" muss, um eine Haftung zu bekommen. Mindestens mit 80er Papier gleichmäßig zerkratzen (schleifen), danach einen passenden Haftgrund (evtl. mit Füllereigenschaften) und dann Füllern um die Kratzer zu egalisieren. Dann Lackieren....

      Übrigends haben die Zierlinien z.B. am Tank nur den eigentlichen Sinn, eine nie machbare, scharfe und exakte Kante zwischen Chrom und Lack zu kaschieren.

      Die viel gestellte Frage nach Chromlack.
      Hierzu kann ich sagen, dass es nur einen einzigen Hersteller gibt, der einen Chromlack hat, der 1. so ausschaut und 2. absolut abriebfest ist. Der Nachteil: Ein Set kostet 500€ !!! und ist sehr schwer zu lackieren.
      Alles Andere auf dem Markt ist ein feines Silber, oder in keinster Weise anfassbar bzw. witterungsbeständig. Auch wenn man diese sog. Chromlacke mit beständigem Klarlack überlackiert, schaut das Ganze aus wie Felgensilber.
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      Haltbarkeit

      Die folgenden Angaben beziehen sich auf original verschlossene/ungeöffnete Produkte

      Verdünnung: Im Prinzip unbegrenzt, es sei denn die Dose rostet und das Lösemittel "entfleucht"

      Klarlack: Auch unbegrenzt

      Füller/Grund: Hier kommt´s drauf an, wieviel schwere Pigmente enthalten sind. Diese setzen sich auf Grund des spezifisch höheren Gewichts nach unten ab, verdicken mit der Zeit extrem und können mit den anderen Bestandteilen nicht mehr vermischt werden. Solange sich Alles einheitlich verrühren lässt, ist es normalerweise auch noch verarbeitbar. Ab 5 Jahren würde ich aber vorab einen Härte- und Verlaufstest machen, bevor es böse Überraschungen gibt.

      Härter: Max. 2 Jahre nach Abfülldatum. Es kann auch vorab mal vorkommen, dass der Härter umkippt, wenn der Verschluss nicht 100%ig dicht ist. Ein Härter muss dünn und klar sein wie Wasser. Auch hier kann die Haltbarkeit höher liegen, aber wie bei Füller vorab einen Test machen.

      Wasserlacke: Max. 2 Jahre, bei einigen Herstellern nur 1 Jahr

      2K Unilacke: Hier ist es ähnlich wie beim Füller. Es gibt Farbtöne, die 40, 50 Jahre halten (ich habe selbst noch Einige), aber auch welche die ab 10 Jahre verklumpen. Hierbei geht es nur um 1 oder 2 enthaltene Mischlacke, der Rest ist ansich gebräuchlich, nur der Farbton passt nicht mehr.

      Metallic lösemittelhaltig: Hier verhält es sich wie bei der Verdünnung

      Spachtelkitt: Da sage ich mal pauschal für alle Arten, max. 5 Jahre

      Wie gesagt, diese Angaben beziehen sich auf ungeöffnete Verpackungen ab Datum der Befüllung. Bei geöffneten Dosen, reagiert das Material mit Luft oder Schmutz. Auch ist die 100%ige Dichtigkeit nicht mehr gegeben. Ein geöffneter Härter kann schon innerhalb 4 Wochen umkippen. Bei allen anderen Materialien ist die Haltbarkeit sehr unterschiedlich und erreicht max. 1/3 der o.a. Zeiten.
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      Richtiges Aufrühren

      Da jeder Farbton aus verschiedenfarbigen Mischlacken besteht, die sich durch ihr unterschiedlich eigenes Gewicht (spezifisches Gewicht) nach unten/oben absetzen, ist es wichtig die Farbe NICHT mit einem Schraubenzieher aufzurühren, sondern mit einem breiteren Rührstab. Ansonsten bleibt das was unten ist unten, und oben bleibt oben. Aufrühren ähnlich man eine Sahne schlägt. Den Vorgang kann man gut an einem abgesetzen Colaweizen (über 18 Jahre !!!) sehen und ausprobieren



      Spezifisches Gewicht


      Jede Farbe hat ein anderes Eigengewicht. D.h. 1kg ist nicht gleich wie 1 ltr !!!


      Weiss z. B. hat die schwersten Pigmente. Hier wiegt im Autosektor 1 ltr bis zu 1450 Gramm

      Schwarz ist ca. 1:1

      Metallicfarben wiegen weniger. 1 ltr ca. 900-950g

      Klarlack 1 ltr ca. 980g

      Verdünnung 1 ltr ca. 850g


      Farben nachnuancieren

      Für einen Laien im Prinzip nicht machbar, da im Autosektor nichts so ist, wie man das mal in der Schule mit dem Farbenkasten gerlernt hat.
      GRAU: Ist normal Weiss und Schwarz
      Im Autosektor: Weiss, Orange, Gelb und Blau

      GRÜN: Normal Blau und Gelb
      Im Autosektor: Schwarz und Ocker

      BLAU: Normal mit Gelb und Rot die Grundfarben aus denen alle Töne gemischt werden können.
      Im Autosektor wird Blau aus allen anderen Farben (je nach Art vom Blau) gemischt



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      LACKIEREN

      Normdaten zum Lackieren:

      3-4bar Druck
      1,2 - 1,5mm Düse
      20-25° Temperatur

      Ecken und Kanten vorlackieren, dann die Flächen. Alles Nass in Nass (heisst: Farbe muss "feucht" sein, dass es eine glatte Oberfläche gibt).
      Die Ecken deshalb vorab lackieren, bei evtl. Nachlackieren von vergessenen Stellen, weil sich ansonsten der Spritznebel auf die bereits angetrockneten Flächen legt und sich nicht mehr damit verbindet. Ergebnis ist wie ein 120er Schleifpapier.

      Auf die Flächen könnte man noch zusätzlich vor dem Lackieren eine "Klebeschicht lackieren". Diese wird nur genebelt. 2min ablüften lassen und dann deckend lackieren. Klebeschicht deshalb, weil wie der Name schon sagt sich der noch feuchte Nebel mit dem Endlack verklebt/verbindet. Durch das Vornebeln kann man z.B. Läufern vorbeugen.

      KOMPRESSOR

      Ein guter Kompressor, geht auch für die Autolackierung, sollte Folgendes erfüllen:

      40 ltr Behälter
      300ltr Ansaugleistung
      8bar

      Kleinere gehen auch, aber nur eben für kleinere Arbeiten. Das Problem ist hier, dass das Gerät die benötigte Luftmenge nicht herbringt, oder bei längerem Gebrauch überhitzt und abschaltet. Mitten unterm Lackieren ist das
      :thumbdown:
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      MIT HÄRTER MISCHEN

      Es herrscht noch immer die Meinung, je mehr Härter ich zugebe, desto härter wird die Oberfläche. FALSCH. Bei zuviel Härter gibt es eine hohe Oberflächenspannung die irgendwann reisst. Das schaut dann aus wie ein Spinnennetz.
      Bei zu wenig Härter härtet das Material nicht richtig aus bzw. hat die Fläche nicht die gewünschte Qualität.
      Dies gilt sowohl für Spachtelkitt bis hin zum Lack.

      Man sollte die Herstellerangaben unbedingt befolgen und zu 99% korrekt mischen. Auch ist es wichtig das Material je Anwendung immer von einem Hersteller zu verwenden. Heisst z.B. Füllerschicht: Füller, Härter und Verdünner von einem Hersteller.


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      HITZEFESTER LACK

      Hitzefester Lack ist je nach Hersteller bis max. 800° hitzebeständig. Der Untergrund muss blank, sauber und fettfrei sein.
      Der auflackierte Lack MUSS mehrmals auf mind. 180° erhitzt werden, nur dadurch härtet er vollkommen aus (sog. Einbrennen).

      Bei Lufttrocknung trocknet die Farbe zwar, wird aber bei Erwärmung wieder flüssig. Der hitzefeste Lack (Einbrennlack) ist tw. für den Krümmer nicht geeignet (blättert ab) da er meist heisser als 800° wird.

      Farben: Silber und Schwarz

      Mancher Hersteller hat auch noch andere Farben, die aber nicht so hoch beständig sind.
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